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Diagnose

Die Diagnose erfolgt mittels Blutabnahme. 
Die entscheidenden Werte sind "Ferritin" und "Transferrinsättigung". Der Eisenwert aus dem Blut ("Serumeisen") ist NICHT relevant und sagt alleine nichts über einen eventuellen Eisenmangel aus. Ergänzend können noch die Werte "Transferrin", "Transferrinrezeptor" und "löslicher Transferrinrezeptor" bestimmt werden.

 

Wann besteht ein Eisenmangel? 
Ein Eisenmangel liegt vor, wenn Ferritin <30 [μg/l = ng/ml] und | oder die Transferrinsättigung < 20% ist.

 

Der Ferritinwert ist auch ein Entzündungswert und daher bei Infektionen und Entzündungen erhöht, auch wenn ein Eisenmangel vorliegt. In diesen Fällen ist er nicht geeignet, einen Eisenmangel zu diagnostizieren. In diesen Fällen sollte neben CRP und Leukozyten zumindest die Transferrinsättigung bestimmt werden, idealerweise auch den löslichen Transferrinrezeptor.  

 

Kann ein Eisenmangel vorliegen, wenn die Werte höher sind?
Bei gewissen chronischen Erkrankungen (chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, Herzmuskelschwäche, Niereninsuffizienz, rheumatischen Erkrankungen, Tumorerkrankungen) sollte nach aktuellen Empfehlungen von Fachgesellschaften die Ferritinwerte > 100 sein.